Gesetzesänderung: Neue Verfahren für Funkausfall


Die EASA hat 2025 die in SERA definierten Verfahren für Funkausfall angepasst. Dieses Update ist nun schon etwas alter, wir haben jedoch bemerkt, dass die Information noch nicht zu allen durchgedrungen ist, daher hier eine kleine Zusammenfassung:
Im VFR-Betrieb andert sich nichts bei Funkausfall ist 7600 zu rasten.
Im IFR-Betrieb gibt es ja von jeher zwei Möglichkeiten operativ weiter zu verfahren: Ist man VMC, fliegt man im Sichtflug den nächsten geeigneten Platz an, man geht also „aus dem System“. Ist man IMC, fliegt man über ein bestimmtes Verfahren zur geplanten Strecke und fliegt wie geplant (aber ohne Funk) bis ans Ziel.
Bisher wurde in beiden Fällen 7600 gerastet, dadurch konnte sich die Flugsicherung aber nicht darauf einstellen, was das betroffene Luftfahrzeug vorhat.
Daher gibt es seit Mai 2025 den neuen Squawk 7601. Dieser ist bei einem Funkausfall auf einem IFR-Flug zu rasten, wenn man VMC ist und „das System verlässt“.
Parallel dazu wurden das bisherige 7-Minuten-Zeitfenster für Level und Speed auf 20 Minuten ausgedehnt, damit ATC leichter die Bahn freimachen kann.
Weitere Infos findest Du zum Beispiel hier.